Hier bleibt kein Geheimnis verborgen: Dubro – ein Dorf, ein Kirchenbuch und die Wächter der Moral

Türchen Nr. 13 • HeimatAdventsKalender der BücherKammer

Wenn Dörfer Tagebuch führen könnten, würde Dubro vermutlich sagen: „Setzt euch. Das wird unterhaltsam.“ Zwischen 1669 und 1699 ließ hier niemand ein Geheimnis im Verborgenen. Wer „seine Geschwängerte“ heiratete? Steht drin. Wer als „Deflorirte“ galt? Steht drin. Wer ohne Gesang, ohne Spiel, ohne Geläut getraut wurde? Steht ebenfalls drin.

 

Dubro war ein Dorf, das nichts vergaß – nicht einmal die Zahl der Wochen zwischen Hochzeit und Taufe. 27 Wochen? Notiert. 29 Wochen und 4 Tage? Auch notiert. Um Rückschlüsse kümmerte sich der Dorftratsch.

 

Und dann ist da Michael Lehmann, der wohl ehrlichste Schulmeister des 17. Jahrhunderts. Seine Schulwohnung beschreibt er 1672 als „dachlos, bodenlos, wändelos“. Trotzdem kamen 13 Kinder. Bildung hatte es schon immer schwer. Bis heute!

 

Zwischendurch brannte das Dorf mehrfach ab. Einmal, weil Schmied Jacob Rändel „Zincken“ schmiedete – was immer das war, es wurde brandgefährlich. Kurz: Wer denkt, das echte Leben passiere nur heute, hat Dubro vor 300 Jahren übersehen.

Genau das ändert sich jetzt. Wer mehr davon will, blättert in Jürgen Bergmeiers monumental liebevoll entschlüsseltem Trauregister – oder vorab im Heimatkalender, der die Dubro-Episoden erstmals gebündelt erzählt.

Dein Kalender. Dein Stück Heimat.
Zum Behalten und Weitergeben.

Jetzt erhältlich in der BücherKammer oder in unserem Onlineshop.