Herzbergs Hauptmann von Köpenick

Türchen Nr. 4 • HeimatAdventsKalender der BücherKammer

Günter Schulze vor der Elbphilharmonie in Hamburg (Montage)
Günter Schulze ließ sich die Eröffnung der "Elfi" nicht entgehen

Er, männlich, jenseits der 70, bübischer Blick, charmant bis in die letzte Haarspitze, sucht… nichts. Er hat alles! Mut, Mantel und einen alten DDR-Dienstausweis.

Sein Name: Günter Schulze – gebürtiger Herzberger, Hobbyfilmer, Elektrokutschen-Pilot und, wenn’s drauf ankommt, Hochstapler mit Stil.

 

2017, Hamburg, Eröffnung der Elbphilharmonie: Sicherheitskräfte, Journalisten, Blitzlichtgewitter. Und mitten hinein spaziert Günter, logisch, ohne Einladung, aber mit weltmännischer Aura. Und zack – schon ist er Presse. Steht zwischen CNN und ZDF, nickt wissend, nimmt ein Häppchen, plaudert charmant über das Herzberger Sommerkino und drückt am Ende Olaf Scholz persönlich die Hand.

 

Während echte Reporter vereinzelt noch draußen frieren, steht Herzbergs stadteigener Hauptmann von Köpenick drinnen im Rampenlicht. Sein Fazit: „Man muss nicht eingeladen sein, nur überzeugend aussehen.“ Und jetzt? Günter strebt straff auf die 80 zu – noch immer mit Funkeln in den Augen und Geschichten, die mit Gänsehaut und offenen Mündern enden. Wie man ihn erkennt? Am Lächeln. Und am Mut, das Leben zu überlisten.

Wer von Günter lernen möchte, schnappt sich noch heute den Heimatkalender 2026. 

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