„Es ist wie in Herzberg hier, schön ländlich!“.

BÜCHERKAMMER Adventskalender Nr. 5 I Der Herzberger Mitja Borkert designt Sportwagen für Lamborghini


Mitja Borkert bei der Arbeit.
Mitja Borkert bei der Arbeit.

LEBENSWEG. Nicht jedem in Herzberg ist es vergönnt, einen Lamborghini zu fahren. Nicht jedem in Herzberg ist es vergönnt, irgendwo im herrlichen Italien zum Beispiel im verheißungsvollen Stant’Agata Bolognese verweilen zu dürfen. Nicht jedem ist es vergönnt, sich aus seinem Kindheitstraum eine echte Berufung zu backen.

Mitja Borkert, dessen Vater auch noch zu meiner Zeit Russisch und Erziehungswissenschaften unterrichtet hatte, schaffte das. Als kleiner Knopp sammelte er zu DDR-Zeiten Autos. Mit zehn malte er Motorräder und schicke Wagen. Mit zwölf hat er sie auf dem Papier umgezeichnet, verändert und optimiert, um sie dann aus Holz in Papas Garage genauso nachzubauen, wie er sie gern sehen würde. Er wollte Autodesigner werden und träumte von einem Studium in einer amerikanischen Eliteuniversität. Daraus wurde ein Studienplatz an der Fachhochschule Pforzheim, die bereits eine ganze Reihe von renommierten Autodesignern den richtigen Schliff verpasst hat. Von Pforzheim ging es direkt zu Porsche. 17 Jahre designte der Herzberger für diesen Traum-Hersteller, der für das besondere, unkonventionelle Etwas-Mehr-Fahrzeug steht. 2015 folgte der Ruf von Lamborghini!

Zuhause bei Mitja Borkert gab es an diesem Tag Lambrusco und Prosciutto, also italienischen Wein und eine feine Rohschinkenspezialität des Mittelmeerlandes. Er zog glücklich gen Süden. Sein persönliches Resümee: „Es ist wie in Herzberg hier, schön ländlich!“.

Stephanie Kammer 

Auf den Geschmack gekommen? Das Interview mit Mitja Borkert findet ihr im aktuellen Heimatkalender.